Press >start< to participate

Wir begreifen Games als demokratische Kulturtechnik. Spiele - auch Computerspiele - sind Räume, in denen Menschen lernen, mit Komplexität umzugehen, Verantwortung zu übernehmen, Perspektiven zu wechseln. In einer Zeit, in der demokratische Werte massiv unter Druck stehen, wollen wir zeigen, dass Demokratie aktiv erlebt und gestaltet werden kann (scollen zum Lesen des offenen Briefes.)

Offener Brief "Fair Play Democracy"

Unsere Haltung, unsere Vision

Die Demokratie ist in Gefahr: in Deutschland, Europa und der Welt.  

In ihrer Anlage sind Spiele inhärent fair - niemand spielt unfaire Spiele gern und dauerhaft. Davon können wir für eine faire Gesellschaft lernen. Gleiche Regeln gelten für alle - ausnahmslos. Dies kann ein Modell für eine gerechte Gesellschaft bilden. 

Wir sind Menschen aus der Games-Kultur. Schaffende, Forschende und Begeisterte, die sich für die Demokratie einsetzen möchten. 
Wenn die Gesellschaft ein Game wäre, in dem wir alle mitspielen, dann wäre die Demokratie ein Regelwerk, das ein faires und gutes Spiel für alle zu ermöglichen sucht:
Gleiche Rechte für alle, faire und geheime Wahlen, die Sicherheit, auch als Einzelne gegenüber mächtigen Institutionen verbriefte Rechte zu besitzen.

Auch wenn dieses “Demokratie” genannte Regelwerk längst nicht perfekt ist, ist das, was ihre Gegner anstreben, bei weitem schlimmer: die Konzentration von wirtschaftlicher und politischer Macht auf wenige Spieler, ohne Kontrolle und ohne Transparenz. Die Diskriminierung, den Ausschluss und die Entrechtung ganzer Spielergruppen und der ständig geschürte Hass einer vermeintlichen Mehrheit gegen Minderheiten als Grundlage ihrer Ideologie. Das Gegenteil eines fairen und guten Spiels wäre die Folge.
Aber im Gegensatz zu einem Spiel, das man einfach verlassen kann, wenn es einem nicht mehr gefällt, ist die Gesellschaft die Realität, in der wir alle “mitspielen” müssen, egal ob es uns gefällt oder nicht.

Demokratie ist kein Selbstläufer 

Autokratische Kräfte fordern und planen offen ethnische Säuberungen, die Verfolgung politischer Gegner, staatliche Kontrolle von Wissenschaft und Forschung, sie wollen den Rechtsstaat abschaffen und Wahlen, Medien und Kultur gleichschalten. 
Seit einigen Jahren werden diese Forderungen nicht nur offen kommuniziert. Es ist diesen Kräften auch gelungen, diese teilweise gesellschafts- und mehrheitsfähig zu machen. 
Der Blick in die Welt und die Geschichte lehrt, dass es sich dabei nicht um leere Drohungen handelt. Diese Kräfte sind willens und in der Lage, ihre Forderungen auch durchzusetzen -  wenn sie die Möglichkeit dazu bekommen.

Das wäre das Ende der freiheitlichen Demokratie, wie wir sie kennen. 

Und darum möchten wir etwas tun, um die Demokratie zu erhalten, zu verteidigen und zu verbessern.
Wir möchten unsere Talente und unser Wissen rund um Games einsetzen, um dafür zu sorgen, dass das gesellschaftliche Spiel fair und frei bleibt. Wir suchen Menschen aus der Games-Kultur, die dabei mitmachen möchten.     

Wir begreifen Spiele als demokratiefördernde Kulturtechnik. Spiele - auch digitale Spiele - sind Räume, in denen Menschen lernen, mit Komplexität umzugehen, Verantwortung zu übernehmen und Perspektiven zu wechseln. In einer Zeit, in der demokratische Werte massiv unter Druck stehen, wollen wir zeigen, dass Demokratie aktiv erlebt und optimistisch gestaltet werden kann.

  • Games stellen eine inhärent demokratiefördernde Kulturtechnik dar. 
  • Games sind ein Bildungs- und Erfahrungsraum, der Menschen prägt und fördert.
  • Games beeinflussen einen relevanten Teil der demokratischen Öffentlichkeit.

Politische Bildung braucht starke Spiele!

Situationsanalyse

Uns fehlt in Deutschland eine strukturelle kulturelle Förderung von Spielen und digitalen Spielen. Spiele werden in erster Linie als Wirtschaftszweig, digitale Spiele in zweiter Linie als Innovationstreiber wahrgenommen.  Kulturelle Vielfalt und Pluralität brauchen aber auch im Spiele-Bereich eine kulturelle und nicht nur wirtschaftsorientierte Förderung. Individuelle Bildungsimpulse bis hin zur Demokratiefähigkeit werden maßgeblich auch durch Spiele geprägt. 

Um Spiele und digitale Spiele auch im Bereich kulturell wertvoller Projekte, die nicht am Markt bestehen müssen, als Kulturgut weiter zu verankern, fehlt eine strukturelle, unabhängige und nachhaltige Förderung. Diese sollte die Kulturtechnik Spiel und ihre gesellschaftswirksamen Inhalte abseits von Wirtschaftlichkeit und technischer Innovation in den Vordergrund stellen und als gleichberechtigte Medienwerke behandeln.

Games sind Teil der Kultur. Die Entscheidung, welche Games zugänglich sind, liegt zur Zeit im Einflussbereich weniger privater Plattformen, die in Gefahr stehen, unter die Kontrolle einer autoritären Politik zu geraten. 

Eine einseitige Kuratierung dieser Plattformen, geprägt durch nicht-demokratische Werte, sehen wir kritisch. Führt dies bis hin zur Zensur und der Entfernung von z.B. progressiven Games-Inhalten, droht eine Einflussnahme, die demokratische Prinzipien gefährden kann. 

Wir sehen einen großen Bedarf zur Förderung politischer und kultureller Bildung an Schulen und darüber hinaus. Wir bemerken ein Zurückweichen von kultureller und politischer Bildung besonders aus dem ländlichen Raum. Beides muss als Teil einer gesamtheitlichen demokratischen Bildung auf kommunaler, Länder- und Bundesebene gefördert werden. 

Eine sinnvolle Demokratieförderung sollte auch analoge und digitale Spiele als Kulturtechnik mitdenken. Gerade mit den Möglichkeiten der Spiele kann man Menschen auf emotionaler Ebene berühren und tiefgreifenden Wandel anstoßen. Dies erfordert ein besonderes Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Gesellschaft auf der Grundlage unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung.

Die freiheitliche Demokratie braucht Menschen, die sich zusammenschließen. Daher laden wir alle, die diese Grundsätze unterschreiben können, herzlich dazu ein, auf unseren Discord-Server zu kommen. Schreibt uns dazu gern unter XXX EMAILADRESSE XXX

Wir freuen uns auf euch!

Initiator:innen: 
Prof. Dr. Linda Breitlauch
Prof. Lena Falkenhagen
Jörg Friedrich
Prof. Dr. Jens Junge 
Prof. Marcus Klöppel
Prof. Sebastian Stamm
Dr. Martin Thiele-Schwetz

 

Erstunterzeichner:innen: 

 

 

 

Unterzeichner:innen:

 

Ich willige ein, dass meine angegebenen Daten zum Zweck der Veröffentlichung meiner Unterzeichnung verarbeitet werden. Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. *
Bitte füllen Sie alle erforderlichen Felder aus.
Nachricht wurde erfolgreich gesendet

Hier unterschreiben

© 2026 "Fair play democracy", Alle Rechte vorbehalten.

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.